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Archaisch und filigran aus einer Hand

Dass die kreativen Wurzeln von Ruedi Fluri im Design liegen, fällt dem Betrachter der Werke, welche derzeit im Kunstmuseum Solothurn zu sehen sind, bald einmal auf. Filigrane Formen und Strukturen bestimmen die Optik der Objekte aus Papier und Karton.

Das künstlerische Wirken von Ruedi Fluri ist – im wörtlichen Sinn – ausgezeichnet: Ein «Lampenschirm», den der Solothurner vor vier Jahren in der Solothurner Weststadt aufgestellt hatte, wurde im letzten Jahr im Rahmen der Architekturauszeichnungen des Kantons Solothurn bedacht. Die gleiche Ehre wurde Fluri auch 2001 zuteil und 1990 erhielt der den Designpreis des Kantons Solothurn. Nach den Schulen in Solothurn absolvierte Ruedi Fluri, 1948 geboren, erst eine Lehre als Bauzeichner, dann eine Ausbildung als Industriedesigner. Von 1974 bis 1981 arbeitet er als selbständiger Designer und unterrichtete an der Schule für Gestaltung Zürich bzw. bis 2007 an der Hochschule für Gestaltung in Zürich. Der Design-Ansatz ist denn auch in seiner Arbeit erkennbar: Die Frage nach der Form, nach der Wirkung und der Wahrnehmung stehen im Zentrum. Das eingesetzte Material wird dabei nicht selten dermassen zum Werkstoff abstrahiert, dass es schier unglaublich ist, dass es sich hierbei um Papier und Karton handelt. Fluris Arbeit kommt nicht nur im geschnittenen und gefalteten Papier zum Ausdruck, sondern in dessen Wirkung auf den Betrachter bzw. die Betrachterin. Wer mit Fluris Objekten konfrontiert wird, soll sich über sie, ihre Wirkung und die implizit gestellten Fragen Gedanken machen.

Ruedi Fluris Ausstellung, die zweite im Kunstmuseum nach 1991, zeigt sein Schaffen unter zweierlei Aspekten: Die künstlerische Arbeit des Solothurners kommt in der ganzen Breite der Palette zum Ausdruck: Während im Park des Kunstmuseums monumentale, archaisch anmutende Arbeiten stehen, sind im Westsaal kleine Objekte versammelt und komponiert zu sehen. Mit der Ausstellung kommt aber auch die soziale Komponente von Fluris Arbeit zum Tragen: Zum einen in der Wirkung der Objekte auf den Betrachter bzw. die Betrachterin. Zum anderen nutzt der Künstler während der Öffnungszeiten des Kunstmuseums einen der Ausstellungssäle als Werkstatt. Angemeldete Gruppen sowie Einzelbesucher werden hier zum Mitwirken eingeladen.

«Papierwerke»; Ausstellung von Ruedi Fluri im Kunstmuseum Solothurn (Parterre West), noch bis 2. November 2014 (Details und Öffnungzeiten auf der Website des Kunstmuseums Solothurn)
 

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