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Kultürchen 19: Eliana Burki, mal in Los Angeles und grad in Sri Lanka

Alles nur Hollywood. Das Fazit über Los Angeles ist für Alphorn-Spielerin Eliana Burki eindeutig. Daneben gibt es dort wenig anderes und vor allem in anderen Ländern gibt es anderes. Darum ist sie jetzt gerade auch in Sri Lanka.

Sie sind derzeit in Sri Lanka unterwegs. In welchem Zusammenhang?
Ich filme momentan die Visuals für meine neue Live-Show ARCADIA. Die neue CD wird im März 2016 auf den Markt kommen - ich freue mich riesig darauf!

Neben der Schweiz leben Sie auch in Los Angeles. Wie lebt es sich dort so im Vergleich zur guten, alten Heimat?
Die Zeit in Los Angeles war für mich sehr inspirierend. Die Kultur ist völlig anders als in Europa und ich habe es sehr schätzen gelernt, was ich in meiner Heimat habe. Seit einem Jahr bin ich aber in Zürich wohnhaft und realisiere meine Reisen und Tourneen von der Schweiz aus. Meine Eltern, meine Schwestern und meine engsten Freundinnen sind jedoch beinahe alle noch in Solothurn wohnhaft. Ich bin sehr froh und dankbar, wieder mehr Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen.

Wie unterscheidet sich das Kulturleben zwischen L.A. und der Schweiz? Alles nur Hollywood? Oder gibt’s neben der Filmbranche auch andere Kultur?
Alles nur Hollywood… Es ist wirklich so, für ganz viele, die in Hollywood leben, gibt es nur Hollywood. Doch existiert daneben natürlich schon noch eine zu Hollywood alternative, lebendige Kultur. Ich habe sehr viel gelernt, es gibt so viele tolle Künstler - und die Konkurrenz ist deshalb auch viel grösser. Umgekehrt lernt man auch zu schätzen, was einem die Schweiz an grossartigen Plattformen und Möglichkeiten bietet.

Ist das Kulturleben in L.A. «leichter» für Kulturschaffende (Auftrittsmöglichkeiten, Sponsoren/Geldgeber, Netzwerk, Reaktion/Grösse/Art des Publikums usw.)?
Nein, überhaupt nicht. Das einzige was zählt, sind gute Kontakte. Alles passiert im Moment und Nachhaltigkeit ist kaum ein Thema. Ein Vorteil ist sicher, dass das Leben um einiges günstiger ist als in der Schweiz. Man traut sich eher, künstlerisch tätig zu sein, weil ganz viele um einen herum auch an ihrer Kunst arbeiten. Es gibt sehr viele Vernissagen, man trifft täglich so viele Künstler auf der Strasse, dass der Mut wächst, an sich selber zu glauben. Wenn man mal den Durchbruch geschafft hat, dann ist das in den USA natürlich wie ein Sechser im Lotto - und die Welt liegt einem zu Füssen.

Was vermissen Sie hier, was Sie in ihrer Heimat hätten?
Die Heimat bleibt die Heimat, dies wird immer so sein. Deshalb bin ich wieder mehr in der Schweiz. Jedes Land hat seinen Reiz, sein tollen Seiten und ich habe gelernt – egal wo ich mich auf der Welt befinde – die guten Seiten von jedem Land zu schätzen.

Es gibt ja Dinge aus der Schweiz, die man (ein bisschen) vermisst. Was ist das bei Ihnen? Was nehmen Sie jeweils mit, nachdem Sie mal wieder hier waren?
Meine beiden kleinen Hunde, die nehme ich wenn möglich überall hin mit.

Und was bringen Sie jeweils Freunden und Bekannten nach L.A. mit?
Ein gutes Fondue.

Welches Solothurner Kulturlokal oder -ereignis fehlt in L.A.?
Ich bin ein grosser Fan vom Restaurant Kreuz, Landhüsli und Solheure. Für mich zeichnet sich ein Restaurant – nebst dem guten Kaffee – vor allem durch die Menschen aus, die sich darin bewegen.

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