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36. Solothurner Literaturtage: zmitz us'em Näihchäschtli

Das war ja ein ziemliches Getöse im letzten Sommer...

Ein Jahr war Bettina Spörri im Amt als Geschäftsleiterin, als sie sich mit medialem Brimborium verabschiedete. Strukturelle Probleme würden ihr die Arbeit erschweren bzw. verunmöglichen, hiess es damals von ihr. Dass wenige Tag nach ihrem Abschied ihr neues Engagement am Literaturhaus Lenzburg bekannt wurde, hinterliess einen eigenartigen Nachgeschmack bei uns in Solothurn.

Vereinspräsident Pascal Frey fand im Juli 2013 einfach, man habe wohl die falsche Person ins Amt gewählt. Strukturelle Probleme wollte er nie in Abrede stellen. Man arbeite an ihnen. Und das tut man im Verein weiterhin. Solche Veränderungen brauchen halt Zeit…

Die Literaturtage wären beinahe über genau das gestolpert, was sie so erfolgreich macht(e). Und das, worüber auch die Filmtage fast gestolpert wären: Werden solche Veranstaltungen über Jahre, ja Jahrzehnte hinweg, von den gleichen Personen geleitet, entstehen immer mehr Routine und immer mehr direkte Kontakte zu Autoren, Verlagen und Medien. Das ist gut, denn alles funktioniert unkompliziert, das Know-how ist gebündelt, die Wege sind kurz. Doch wachsen die Ansprüche von aussen, braucht es neue Leute. Oder: Irgendeinmal sind die Leute in den operativen Funktionen halt doch zu alt und treten ab. Da ist es zwangsläufig für eine neue Führungscrew schwer. Alte Abläufe mit neuen Leuten? Das kann nicht gehen.

«Change management» heisst das in der Wirtschaft – und verschlingt Unsummen Geld. In der Kultur heisst das Neuorganisation. Geld ist keins vorhanden und es braucht Zeit. Derweil findet die «Veranstaltung Literaturtage» zum 36. Mal statt. Es freut einen, dass der Region «unsere» Literaturtage erhalten bleiben. Die Macher haben daran nie gezweifelt, anderen waren der Veränderungen wohl zu viel, zu stürmisch geworden die Bedingungen. Doch die See hat sich beruhigt, das Schiff ist stabilisiert. Mit einer Crew an Deck, die sich der Herausforderungen bewusst ist und die sich offenbar gut versteht. Das drängt die turbulente Vergangenheit in den Hintergrund und wir freuen uns auf spannende, lebendige Literaturtage.

«zmitz» hat mit der Gesamtgeschäftsleiterin Reina Gehrig gesprochen und blickt kurz auf die Schwerpunkte und Neuerungen des Programms 2014.

Und was findest Du? War das im letzten Sommer ein Sturm im Wasserglas? Alles wieder im Lot? Oder ist das nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm? Diskutiere mit!

 

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