webdesign, hosting, homepages

Schlicht und einfach schön

Zweimal war die Aufführung der musikalischen Geschichte rund um den Zwerg bereits ausverkauft - und auch bei den Vorstellungen vom kommenden Samstag geht es um die letzten Plätze. Warum das Stück so erfolgreich ist? zmitz-Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken hat sich unter die Kinder gemischt.

Im Gewölbekeller im Alten Spital Solothurn ist jeder Platz besetzt. Die ersten Reihen sind für die Kinder reserviert. Diese rutschen unruhig auf ihren Stühlen hin und her. «Wann gehts los?». Endlich wird das Licht gedimmt. Erste Klänge ertönen und los geht's. «Murrlibutz und dr verlorni Kristall» wird an diesem Nachmittag zweimal aufgeführt - zweimal vor ausverkauften Rängen. Kein Wunder: Ist im Solothurner Kulturkalender ein Anlass für Kinder aufgeführt, dann kommen sie - die Grossen und die Kleinen. Für die erwachsene Begleitung ist es immer besonders schön, wenn der Anlass nicht nur die Kinder anspricht, sondern auch für die Erwachsenen ansprechend produziert wird.

Bei «Murrlibutz» passt das. Das Bühnenbild ist schlicht: Efeuranken, mit Moos bewachsene «Holzrugle», Bücher, Spielsachen, Kleider. Erzählt und gesungen wird die Geschichte, die Betty Legler entwickelt hat, von Anne-Catherine Traut. Sie führt wie ein roter Faden durch die Geschichte. Eine stimmungsvolle Geschichte rund um den unordentlichen Zwerg Murrlibutz, der im Durcheinander seiner kleinen Höhle den Kristall nicht mehr findet. Auf der Suche nach seinem Glücksbringer begegnet er vielen Tieren. Dargestellt werden diese von den Musikern - und dies auf ganz einfache Art und Weise. Mit einer passenden Kopfbedeckung, farblich auf das Tier abgestimmter Kleidung und viel Mimik begleiten Christine Trittibach (Violine) als Maus, Ruwen Kronenberg (Violine) als Eichhörnchen, Barbara Sandoz (Viola) als Igel, Graziella Carlen (Cello) als Fuchs und Thomas Christ (Gitarre) als Hase Murrlibutz durch die Geschichte.

Die Kinder lauschen aufmerksam, machen mit, klatschen, lachen und freuen sich über Spezialeffekte und kleine Überraschungen, wie zum Beispiel das Glühwürmchen, das an die Kinder verteilt wird. Das musikalische Spektrum reicht von klassischen Werken bis hin zu den Beatles. Die Stunde geht rasch um. «Scho fertig?», klingt es enttäuscht von allen Seiten. Enttäuscht, weil das Theater zu Ende ist - und zum Teil auch, weil Murrlibutz gar nie wirklich aufgetaucht ist. «Wenn chunnt ändlech dr Murrlibutz?», war die während der Aufführung wohl am häufigsten gestellte Frage . Aber vielleicht war er ja doch auf der Bühne - und die rote Zipfelmütze auf Anne-Catherine Trauts Kopf mehr als nur ein Accessoire.

Weitere Aufführungen:
Sa, 21. März, 14 und 16 Uhr, Aula Pädagogische Hochschule (Semi), Solothurn. Reservation: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
So, 21. Juni, 11 Uhr, Areal Nord Attisholz-Infra, Riedholz. Reservation: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Logo Zmitz300cont