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Freispiel gibt junger Kunst Untergrund

Das Freispiel im Graphischen Kabinett des Kunstmuseums zeigt gleichzeitig zur Jahresausstellung Kunstschaffende, die in den Vorjahren besonders aufgefallen waren. Dieses Jahr sind das Flo Kaufmann, das Duo Frölicher/Bietenhader sowie Gergana Mantscheva.

Seit sechs Jahren gibt der Kunstverein Solothurn Kunstschaffenden im Rahmen der Jahresausstellung im Solothurner Kunstmuseum eine besondere Plattform: In der Ausstellung  können sie mehrere Werke zeigen. Damit erlauben sie dem Besucher bzw. der Besucherin eine vertieftere Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit. Wer die Treppe aus dem ersten Ausstellungssaal hinab ins Graphische Kabinett nimmt, wird sogleich magisch von den Ereignissen im Saal links angezogen. Hier zeigt das Duo Selina Frölicher/Micha Bietenhader Rauminstallationen, die sich von Architektur und deren Details inspirieren lassen bzw. mit diesen spielen. Simse, Säulen, Fenster wirken in den raumfüllenden Projektionen auf den ersten Blick, als handle es sich um bewegte Bilder - was sie oft auch sind. Doch stehende Bilder mit ihren intensiven Farben überraschen in ihrer Statik und nehmen einen dauerhaft in Beschlag.

Auf der anderen Seite des Ganges, im Raum rechts, vernimmt man vorerst nur akustisch, dass etwas hinter dem den Raum abdunkelnden Vorhang liegt. Lässt man den Vorhang hinter sich, steht man in einem Panoptikum von sanften Geräuschen und unterschiedlich synchronisierten, leuchtenden Glühbirnen. Flo Kaufmann dringt mit seinen Objekten und Installationen in den letzten Jahren mehr und mehr aus dem Bereich der experimentellen Musik in den Bereich der visuellen Kunst vor. Hier übernehmen Porzellanscheiben die Rolle der Schallplatte, angetrieben auf einer Art Plattenspieler und inszeniert von der hin und her hüpfenden Beleuchtung.

Im hintersten Raum letztlich eröffnet Gergana Mantscheva einen einen Einblick in Urbane Gefilde. «Nature morte», «Ruhestätte» oder «Gefangen» beispielsweise heissen die grossformatigen Bilder von Wohnsilos, grauen Plätzen oder von anderen Elementen, die aus dem Alltag eines trostlosen Daseins gerissen scheinen – und doch irgendwo Poesie und Träume widerspiegeln…

Die Ausstellung «Freispiel» kann noch bis 4. Januar im Kunstmuseum Solothurn besichtigt werden. Infos findet man hier.

 

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