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Der Film im Wald

Seine Faszination für die Autorin begann 2007: Damals kam Nino Jacussos filmisches Portrait über Federica de Cesco heraus. Sieben Jahre später bringt der Solothurner Regisseur einen Buchstoff von de Cesco in die Kinos: «Shana – The Wolf’s Music».

Ein Ziel hatte Nino Jacusso mit seinem neuesten Film erreicht: Er war auf die Solothurner Filmtage 2014 hin fertig, feierte an der Aare seine Uraufführung. Und am 20. März kommt «Shana – The Wolf’s Music» in die Kinos: Shana, die mit ihrem Vater in einem Indianerdorf in Kanada lebt, ist musikalisch hoch talentiert. Früher ein fröhliches Mädchen, das zusammen mit ihrer Mutter an Festen munter Violine spielte, fühlt sich das Mädchen einsam und im Stich gelassen. Vor zwei Jahren war ihre Mutter in den Wald gegangen und nicht wieder zurückgekehrt.

Nach den grossen Ferien gibt die neue Lehrerin im Dorf Shana Hoffnung. Sie erkennt das Talent der jungen Geigerin und meldet sie an einer Musikschule im fernen Vancouver an. Doch just in diesem Moment verkauft Shanas Vater die Geige. Sie selbst will die Geige zurückholen und verschwindet – wie einst ihre Mutter – im Wald. Drei Tage und Nächte taucht sie in die freie Natur ein. Sie begegnet dabei einem weissen Wolf und den Geistern ihrer Ahnen. Zwischen Trance und Traum findet Shana zum magischen Geigenspiel, das sie bereit für die grosse Welt macht.

 

Filmarbeit kommt nach der Kulturvertrautheit

Rund drei Jahre ist es her, dass Nino Jacusso das Filmprojekt in Angriff nahm. Im Sommer 2011 hatte der Solothurner Filmschaffende Nino Jacusso die Idee, aus Federica de Cescos Kinderroman einen Film zu machen. Doch er wollte den Stoff nicht einfach verfilmen, sondern etwas Eigenständiges daraus machen. Mit dem Film habe sich für ihn ein lang gehegter Traum erfüllt, sagt Jacusso zu seinem neuesten Werk. «Ich habe einen Film mit wirklichen Indianern in deren Heimat realisiert.» Gedreht wurde in Lower Nicola, einem Indianergebiet 400 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Die Darsteller waren allesamt neu in der Branche und wurden von Nino Jacusso Schritt für Schritt auf die Arbeit vor der Linse vorbereitet. Aber auch sie haben ihn an ihre Kultur herangeführt. Hatte Jacusso ihnen die gebührende Ehre erbracht, erteilten sie ihm das Einverständnis für die Filmarbeiten.

Für Jacusso (Bild links) hat es sich mehr als gelohnt, mit dieser Feinfühligkeit vorzugehen: Das Volk der Scw’exmx habe ihm, dem Film und den Zuschauern einen Teil seiner Seele geschenkt. Er selbst sei nie glücklicher gewesen als in jenem Moment als ihm nach der Vorführung von «Shana» die «First Nations» sagten, dass sein Film nun Teil ihrer Kultur sei. Gemeinsam mit einer Schamanin habe er dann um den Segen für den Film gebeten. Den scheint er erhalten zu haben. An den Filmtagen zumindest strömten die Zuschauer in Scharen in die beiden Vorstellungen. Die Medien lobten den Film in den höchsten Tönen.

Auch die Lieferantin der Vorlage, Federica de Cesco, findet nur lobende Worte für Jacusso: «Ich finde Nino Jacussos Film absolut bemerkenswert. Nino verfügt über eine aussergewöhnliche Sensibilität, die ihm ermöglichte, recht bald das Wesentliche der indianischen Geisteswelt zu verinnerlichen und filmisch auszudrücken.»

Am Film waren neben Jacusso übrigens noch weitere Solothurner beteiligt: Die Animationszeichnerin Lynn Gerlach (Gerlafingen) fertigte das Storyboard an, Daniel Leippert führte die Kamera und der junge Musiker Roman Lerch komponierte die Musik zum Film.

Am 20. März startet «Shana – The Wolf’s Music» in den Schweizer Kinos.

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