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Kultürchen 2: The Failures - «Think Bigga»

zmitz hat im Archiv gegrübelt und CDs und Bücher von Solothurnerinnen und Solothurnern hervorgekramt. Lucilia Mendes von Däniken hat sich die Scheibe «Think Bigga» von The Failures angehört.

Wieso ich die CD empfehle:
Weil sie - zumindest bei meiner Generation - ganz viele Erinnerung wecken kann. An verschwitzte Konzertnächte in der Kuga zum Beispiel. An den Abend, an dem wir an der Tür abgewiesen wurden, weil das Konzert ausverkauft war. Unmöglich, wir mussten da rein! Was wir dann auch taten: Durch den Lichtschacht gelangten wir dann doch noch ans Konzert. Und wer noch keine Erinnerungen an «The Failures» hat - und gerne rockige Indie-Klänge mag, der muss erst recht reinhören.

Was besonders daran ist:
Es war anfangs 90er, als ich für ein «Failures»-Konzert meinen Eltern vorgeflunkert habe, dass ich zu einer Kollegin schlafen gehe. Resp. es war nicht geflunkert, es war einfach nur die halbe Wahrheit. Zu den Klängen der Solothurner Combo habe ich mein erstes - und für lange Zeit auch letztes - Bier getrunken. Rund zehn Jahre später ist die vorliegende CD erschienen. Und nochmals 17 Jahre später höre ich Sie mir an und bin *zack* wieder 20 Jahre alt. Ich glaube das ist das Besondere an den «Failures»: Viele, viele Solothurner verbinden ihre Musik mit Erinnerungen. 

Und das ist die CD:
11 Lieder... Zufall - oder muss das einfach so sein bei einer Solothurner Band? Ich höre mir die CD erstmals an. Tatsächlich? Ich bin mir plötzlich nicht sicher. Denn beim Hören plötzlich so: «Kenne ich... kenne ich... kenne ich.... » Das müssen Covers sein, die sich bei mir in den Gehörgängen festgesetzt haben. CD-Booklet zur Hand und dann die Überraschung. Bis auf Nummer 9 «Brimful of asha» stammen alle Songs aus dem Hause «The Failures».  

Der ganz erste Song beginnt mir zwar etwas zu elektronisch, dann geht es aber gitarrenlastig weiter, was mir doch schon viel besser gefällt, denn so habe ich die Failures in Erinnerung. Und der Song groovt mächtig. Bruno Flurys Stimme ist schön kratzig, schnodrig.

Dass der Namen Programm ist, beweist Lied Nr. 2. «Baila» ist wirklich ein Füdlischwenker-Song. Nr 3... Ach was soll ich sagen: Irgendwie wünsche ich mich bei fast jedem Lied zurück in die feucht-warme Kuga, wo wild getanzt, gesungen und mit Freunden Bier getrunken wird. Einfach ein Song fehlt - ich weiss, ich weiss...  - aber meiner Meinung nach sollte «We follow you» auf jeder «Failures»-Scheibe einen Platz erhalten. Ach und übrigens... Auch wenn ich live bevorzuge, ich hätte nie gedacht, dass «The Failures» auch ab Konserve so gut funktionieren.

Die CD ist leider vergriffen. Aber vielleicht hat sie ja Dein Nachbar - oder du schaust mal in der Musikabteilung der Zentralbibliothek in Solothurn vorbei.

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