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Wer weiss(elt), wer weiss(elt)...

Das Künstlerhaus Solothurn setzt die junge Tradition fort und zeigt in diesen Wochen Arbeiten derjenigen jungen Kunstschaffenden, die vor der Sommerpause Förderpreise des Kantons erhalten haben. Am Anfang der Ausstellung stand das Verschwinden eines Werkes.

 

Die weisse Wand an der Schmiedengasse war letzte Woche der «Aufreger» in der Stadt. Wo waren die schönen Taube und der Frauenkopf hingekommen, die dort lange Passanten in ihren Bann zogen..? Sie sind der aktuellen Ausstellung im Künstlerhaus S11 gegenüber gewichen. Denn seit letzter Woche – und noch bis 11. September (Do/Fr: 16-19 Uhr, Sa/So: 14-17 Uhr) – stellen dort einige der diesjährigen Förderpreisträger des Kantons Solothurn aus. Schon vor einigen Jahren hat die zuständige Fachkommission des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung mit den S11-Verantwortlichen Kontakt aufgenommen und diese Ausstellungsmöglichkeit für junge Kunstschaffende ins Leben gerufen.

Dieses Jahr zeigen also die Oltnerin Martina Baldinger (*1984, Bildende Künstlerin), die Winznauer Fotografin Christina Brun (*1992), der lange im Kanton Solothurn wohnhafte Florian Bürki (*1985, Bildender Künstler, Bern), Christoph Däppen (*1986, Fotograf, Solothurn) und Yves Lavoyer (*1981, Bildender Künstler, Solothurn) ihre Arbeiten an der Schmiedengasse. Und für Lavoyer, der für diese Ausstellung gemeinsam mit Sabrina Christ auftritt, wird die Wand wohl wieder geweisselt worden sein. Denn seine Arbeiten finden meist im öffentlichen Raum, genauer: auf Wänden statt. Seine Graffiti begleitet er dabei oft auch über die Jahre hinweg und dokumentiert deren Veränderung. Denn diese gehört zur Arbeit dazu. In der Fotografie stellen Christina Brun und Christoph Däppen Menschen und ihr Leben in den Fokus. Bei der Winznauerin sind es Auszüge aus zwei Fotoserien, die in Palästina und im Libanon entstanden sind und Menschen zwischen Alltag und Krieg zeigen. Christoph Däppens Fotos zeigen starke Portraits von Menschen, die ihr Gesicht – gewollt oder ungewollt, teilweise oder komplett – verstecken. Illustratorin Martina Baldinger zeigt mit Auszügen aus ihrer Arbeit «Prekarité choisie» halbfiktive Bildergeschichten, die aus dem Alltag der Künstlerin und wie sie arbeitet erzählen. Die Installationen von Florian Bürki letztlich entführen den Beobachter unter dem Titel «Der punktförmige Ort, an dem das ‹ich› sich entscheidet» in eine besondere Welt der Sinne.

Und dann ist da noch jemand: Sie hat auch einen Förderpreis erhalten, zu sehen gibt’s bei ihr halt aber weniger als bei bildenden Künstlern: Kunstvermittlerin Anna Bürkli ist im Hintergrund des Künstlerhauses für die Gestaltung des Ausstellungsprogramms zuständig und hat die aktuelle Ausstellung mitkuratiert.

 

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