webdesign, hosting, homepages

Kleine, staunende Naturforscher-Augen

Einmal hinter die Kulissen des Naturmuseums zu blicken - dieser Wunsch ging heute Nachmittag für den 5-jährigen Robin aus Bellach in Erfüllung. Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken war mit dabei.

Angefangen hat alles am 22. Mai 2016 - dem Internationalen Museumstag.  Im Kabinett für Trivialliteratur, im Kunstmuseum, auf Schloss Waldegg, im Steinmuseum, im Museum Blumenstein, im Pächterhaus sowie im Naturmuseum konnten Gross und Klein hautnah erleben, was Solothurner Kulturinstitutionen alles zu bieten haben. Kinder, die drei Stempel gesammelt hatten, durften an einem Wettbewerb teilnehmen und einen Wunschpreis auswählen. Die Auswahl reichte von einem Kindergeburtstag im Museum Blumenstein oder im Schloss Waldegg über Führungen bis hin zur Teilnahme an einer Ausgrabung oder einem Blick hinter die Kulissen.

Und heute war es endlich soweit. Der 5-jährige Robin durfte den Gewinn einlösen und einen Blick hinter die Kulissen des Naturmuseums werfen. Er durfte Räume betreten, die sonst für Gäste verschlossen sind. In den Büroräumlichkeiten der Museumspädagogin Joya Müller durfte er eine Höhlenbär-Kralle aus Gips giessen und dazu Bärentatzen essen. Ein paar Schritte weiter zeigte ihm der Insekten-Experte Christoph Germann, wie eine Schabe unter dem Mikroskop ausschaut. Robin durfte zudem einen Blick in die Gefriertruhe werfen. Dort findet man nicht etwa Glace und Co., sondern feinsäuberlich eingepackte und beschriftete Tierkadaver. Diese werden später dem Präparator übergeben. Gestern sei eine riesige Schlange abgegeben worden, weiss Joya Müller zu berichten. Von den Büroräumlichkeiten im obersten Stock geht es zurück ins Erdgeschoss. Das Aquarium muss gereinigt werden, erzählt Museumstechniker Max Widmer und er fragt Robin, ob er Badehose und Schnorchel einpackt habe. Hat er natürlich nicht und glücklicherweise gibt es hinter dem Aquarium einen Raum, von dem aus man durch eine Luke das Aquarium reinigen kann. So macht sich Robin also ans Werk um die Algen zu entfernen - und dies unter den Augen der an diesem Nachmittag recht zahlreichen Museumsbesucher. Zur Belohnung durfte Robin nach getaner Arbeit die Kröte anfassen. Das Highlight für den kleinen Naturforscher.

Wobei was er dann zusammen mit Andreas Schäfer, dem stellvertretenden Museumsleiter und Experten für Wirbeltiere erleben durfte, brachte Robin auch ziemlich aus dem Häuschen. Er durfte das Depot in der Nähe des Baseltorkreisels anschauen gehen. Auch ein Raum, der für viele meist verschlossen bleibt. Der Dachstock ist vollgestopft mit Präparaten. Gleich beim Eingang steht ein Strauss, links davon liegen Löwen, ein Gepard und eine Hyäne. Es hat Bären, Schlangen in Einmachgläsern, hunderte von Vögel, tausende von Insekten - und über allem wachend: Ein Eisbär, der in einer Vitrinen des alten Museums aus den 70er-Jahren untergebracht ist. Robin staunt, stellt fragen, steckt seine Hand in den Mund eines Wolfes, er streichelt den Bären, das Wildschwein und den Elch - und wird wohl heute Nacht von all diesen Tieren träumen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Logo Zmitz300cont