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Neues Altes Zeughaus

Am Samstag geht das Museum Altes Zeughaus zu Solothurn wieder auf. Nach Gebäudesanierung und Ausstellungserneuerung lohnt sich ein Besuch allemal. Zum Beispiel am grossen Eröffnungswochenende ab Samstag.

(c) Nicole Hänni/MAZ

(c) Nicole Hänni/MAZ (c) Nicole Hänni/MAZ

Nach fast zwei Jahren ist es nun endlich soweit: Am Wochenende öffnet das Museum Altes Zeughaus wieder seine Tore. In den letzten rund 18 Monaten wurde das Haus nahezu ausgehöhlt, Böden entfernt und wieder eingesetzt, Fenster erneuert, die Elektronik erneuert, ein Lift und ein zusätzliches Treppenhaus eingebaut und so das 400 Jahre alte Haus für die vielleicht nächsten 400 Jahre gerüstet. Wir berichten dann 2416 darüber, obs so gewesen sein wird.

Gleichzeitig mit der Rundumsanierung wurde das Museumskonzept erneuert. Bevor es 2014 losging mit der Sanierung und der Erneuerung der Dauerausstellung, wurde intensiv darüber diskutiert, ob es einen derart radikalen Einschnitt braucht. Ob die reichhaltige Sammlung wirklich so stark eingedampft werden muss. Nach einem Rundgang im neuen Museum darf man feststellen: Ja, das brauchte es. Die Ausstellungsmacher haben es geradezu perfekt verstanden, den Sammlungscharakter zu erhalten und doch nicht einfach nur ein begehbares Zeughaus (im militärischen Sinn) zu bieten. Schaulager an Hellebarden, Gewehren oder Pistolen vermitteln den Eindruck eines Zeughauses, eine zeitliche Gliederung, punktuelle Schwergewichte und Anschauungsbeispiele rücken im gleichen Moment den Museums- und Vermittlungscharakter in den Vordergrund. Und: Noch immer ist das Alte Zeughaus das alte Zeughaus. Züghusjoggeli, Stanser Tagsatzung und Rüstungssammlung sind geblieben und bilden mit der Burgunderbeute Schwerpunkte einer spannenden, gelungenen Inszenierung. Und wer sich intensiver mit dem neuen Leitthema des Museums – «Konflikte und deren Lösung» – auseinandersetzen möchte, kann das tun: Drei begehbare Spiegel-Kuben vertiefen das Thema in Bild und Ton.

Nach der Eröffnung für geladene Gäste geht’s am Samstag und Sonntag für die Bevölkerung los. Und zwar mit folgendem Programm:

Samstag, 18. Juni 2016
11 Uhr: Vom Schwert zum Zündnadelgewehr; Claudia Moritzi, Co-Museumsleiterin, über das technikgeschichtliche Schaudepot.
12 Uhr: Ein neues altes Gebäude; Oliver Krell, Architekt, über die Herausforderung, ein denkmalgeschütztes Haus zu modernisieren.
13 Uhr: Blick hinter die Kulissen; Roger Aeschbach, Ausstellungsgestalter, über den Entstehungsprozess.
14 Uhr: Moderne Nutzung und Denkmalschutz; Urs Bertschinger, Bauanalytiker, über die Ansprüche der Denkmalpflege an den Umbau.
15 Uhr: Die grossen Namen; Aron Müller, Kulturvermittler, über Politiker und Soldunternehmer.
16 Uhr: Die grosse Masse; Jonas Huggenberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über Harnische, Söldner und das städtische Wehrwesen.
Sonntag, 19. Juni 2016
11 Uhr: Von Kugeln, Rohren und Schwarzpulver; Markus Brülisauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über die Artillerie.
12 Uhr: Ein nicht alltäglicher Umbau; Bernhard Mäusli, Kantonsbaumeister, über den Umbau und die Sanierung des Alten Zeughauses.
13 Uhr: Ein moderner Betrieb; Jürg Räz, Co-Museumsleiter, über die Planung eines Museumsbetriebs.
14 Uhr: Krieg, Konflikt, Frieden; Claudia Moritzi, Co-Museumsleiterin, über die Spannungsfelder, in denen sich die Eidgenossenschaft im Ancien Régime befand.
15 Uhr: Die Tagsatzungsgruppe; Markus Brülisauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über einen Konflikt und dessen Darstellung im Museum.
16 Uhr: Wertvolle Güter; Jonas Huggenberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über die Burgunderbeute.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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