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Der Name ist Programm

1996 wurde im Touringhaus das Architekturforum Solothurn ins Leben gerufen. Seither wurden im Treffpunkt für Architektur- und Planungsinteressierte viele spannende Themen diskutiert. Als nächstes ist dort sogar ein zmitz-Blogger zu Gast und im November wird gross das 20-Jahr-Jubiläum gefeiert.

Seit 20 Jahren versucht das Architekturforum Solothurn im architekturgeschichtsträgchtigen Touringhaus seine Domäne auf einer breiteren Ebene zur Diskussion zu bringen. Themen aus Architektur, Städte- und Raumplanung sowie des gemeinsamen Lebensraums werden im Rahmen des regelmässigen Programms mit Experten als Gästen diskutiert und erörtert – oft auch abseits der Mainstream-Überlegungen.  Franz Füeg, Altmeister der Solothurner Architektur und Kunstpreisträger des Kantons Solothurn 2009, meinte einst: «Ein Architekturforum, wie es sich nun in Solothurn gebildet hat, ist ebenfalls ein hoffnungsvoller Beginn, dass Architekten und Interessierte sich für die Förderung des Besseren, anstelle des Schlechteren einsetzen werden.» So sind die «Gespräche am Salvisbergtisch» (wieso die so heissen, gibt’s hier zu lesen) ein Ort geworden, wo Kenner der Materie ebenso wie «Quereinsteiger» ihre Ansichten ausbreiten und abwägen können. Die Ideen haben nicht immer eine öffentliche Wirkung, die man ausserhalb des Touringhauses wahrnimmt. Müssen sie ja aber auch nicht. Tun Debatten im Bundeshaus ja auch nicht immer.

Und nun feiert diese Institution unter dem Präsidenten Thomas Steinbeck ihr 20-jähriges Bestehen. Ehe es im Vorstand zu einem Generationenwechsel kommt, steht das ganze Jahr 2016 unter dem Zeichen des Jubiläums. Sicher auch, wenn am 2. Juni das nächste «Gespräch am Salvisbergtisch» stattfindet. Diesmal mit einem, der nicht Architekt oder Raumplaner ist. Aber mit einem zmitz-Blogger: Reto Stampfli ist Gast unter dem Motto «Heilige Räume sind zeitlos». Immerhin ist er ja, wenn er nicht gerade für zmitz schreibt, auch Theologe, Philosoph (wovon man nicht unbedingt leben kann), Kanti-Lehrer, Schriftsteller und Redaktor des Pfarrblattes. Kirchenbauten und -räume haben ihre ganz eigene Wirkung. Ich selbst habe ja in Frankreich mal eine Kirche betreten, die ich vom Fleck weg hätte in ein edles Restaurant verwandeln können. Andernorts wurden Kirchen zu Bibliotheken und Shops oder blieben Kirchen. «Das Bedürfnis des Menschen, heilige Räume zu erschaffen, die ihn öffnen, die Ihm gestatten, dem Numinosen, dem Göttlichen, nahe zu sein, ist so alt wie die Menschheit selbst», schreibt das Architekturforum zum anstehenden Gespräch. Bis in die heutige Zeit seien solche heilmachenden Räume ein Anziehungspunkt für die Menschen und das nicht nur in der sakralen Architektur.

So richtig jubiliert wird im Architekturforum dann übrigens im Herbst. Am 11. November spielt der Solothurner Schauspieler Aaron Hitz Prof. Salvisberg, Architekt der Volksbank Solothurn (heute Credit Suisse), die 1926–28 gebaut wurde. Manillio rappt für die Architekturbegeisterten und das Architekturforum präsentiert die neue Broschüre «11 Architekten – 11 Jahrhunderte: eine Zeitreise-Revue!».

Gespräch am Salvisbergtisch mit Reto Stampfli: Donnerstag, 2. Juni  2016, 19.30 Uhr, im Touringhaus Solothurn (Bielstrasse 109a). Mehr zum Architekturforum gibt’s auf dessen Website.

 

 

 

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