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Ab Donnerstag gibt Literatur den Ton an

Das Auffahrtswochenende wird in Solothurn traditionell zu Literaturtagen. Dieses Jahr zum 38. Mal. Neben der viersprachigen Werkschau der Schweizer Literaturen stehen auch Neuerungen wie die Textwerkstatt «Skriptor» und das Weiterbildungsangebot für Autorinnen und Autoren «Solothurner Forum» auf dem Programm. Selbiges hat sich zmitz-Blogger Fabian Gressly einmal angesehen.

Seit bald 40 Jahren sind die Solothurner Literaturtage fester Bestandteil nicht nur des Solothurner Kulturkalenders, sondern der Schweizer Literaturwelt – und teils der internationalen. Heuer, vom 6. bis 8. Mai, werden 80 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Autoren-Kollektive, Übersetzerinnen und Übersetzer ihre Neuerscheinungen präsentieren. Den Auftakt geben am Freitagvormittag Catalin Dorian Florescu mit Auszügen aus dem Roman «Der Mann, der das Glück bringt» und Perikles Monioudis aus dem Roman «Frederick». Mit Spannung erwartet wird die Lesung aus dem Roman «Lügen von gestern und heute» von Ursula Fricker, der kurz vor den Solothurner Literaturtagen erscheinen wird. Das Publikum kann sich zudem auf den aus Bosnien-Herzegowina stammenden, deutschsprachigen Autor Saša Stanišić freuen, der nach seinem Erfolgsroman «Vor dem Fest» (2014) in Solothurn seinen Erzählband  «Fallensteller»  als Schweizer Buchpremiere vorstellt.

2016 wird dem literarischen Nachwuchs eine besondere  Plattform geboten: Acht Autorinnen und Autoren lesen aus ihren Erstlingswerken und die Gewinnerinnen des Schreibwettbewerbs der Solothurner Literaturtage «OpenNet» – Sarah Frund Payot und Maya Olah – präsentieren ihre Kurzgeschichten. Eine Neuerung der diesjährigen Literaturtage ist die Textwerkstatt «Skriptor», in der Nachwuchsautorinnen und -autoren mit etablierten Autorinnen und Autoren wie Lukas Bärfuss, Michael Fehr und Ruth Schweikert unveröffentlichte Texte besprechen. Ebenfalls neu dieses Jahr ist das «Solothurner Forum», im welchem Austausch und Vernetzung vertieft berücksichtigt werden sollen. Das zweisprachige Weiterbildungsangebot in Zusammenarbeit mit dem Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) richtet sich an Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Übersetzerinnen und Übersetzer und behandelt Themen wie Vertragsfragen, soziale Sicherheit oder Auftrittskompetenz.

Programm und Angebot richten unter Leiterin Reina Gehrig den Blick auch über den Buchdeckel hinaus. Drei Zukunftsateliers widmen sich der Zukunft des Buchs, wenn etwa Jürg Halter (einst als Kutti MC bekannt) mit Blog, Twitter, Rap sowie Performance experimentiert und über ästhetische Chancen einer Ausweitung der poetischen Zone durch digitale Medien diskutiert. Christine Tresch vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien lotet den Wandel zum Bildlichen auf Kosten der literarischen Narration aus, während die Macherinnen und Macher  von Comics  und Graphic Novels sich in einer Ausstellung im Künstlerhaus S11 grundlegend mit der Wechselwirkung von Bild und Text befassen. Darüber hinaus stehen Poesiesalons, Übersetzungsateliers, Podiumsgespräche, Konzerte, Ausstellungen, Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Schulen auf dem Programm und sorgen während drei Tagen für ein dichtes Angebot.

38. Solothurner Literaturtage: vom 6. bis 8. Mai im und ums Landhaus Solothurn sowie an vielen anderen Orten in der ganzen Stadt. Mehr Infos und Details zum Programm auf der Website der Literaturtage oder über das Programm direkt (PDF, 774 kB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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