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Worte in Worte gefasst

zmitz-Blogger Marcel Frey hatte ja unlängst spontan eine Lesung von Thees Uhlmann im Kofmehl organisiert. Seine Erlebnisse und das Ereignis selbst konnte erst mit etwas Verarbeitungszeit in Worte fassen... Doch lest selbst:

Thees Uhlmann, der Thees, mit diesem Namen bin ich wohl Einigen in meinem Umfeld in den letzten Wochen gehörig auf den Wecker gegangen. Ich hatte ja den Thees für eine Lesung im Kofmehl gebucht (hier gehts zur Vorschau). Und vor lauter Aufregung und Freude, dass es trotz allem ein erfolgreicher und lustiger Abend geworden ist, kam ich noch gar nicht dazu, diesen für mich so speziellen Anlass in Worte zu fassen. Denn als ich den Thees gebucht habe, war ich absolut überzeugt, dass dies auch ein absoluter Erfolg werden würde. Ausverkauft sozusagen. Erst als mir dann regelmässig der Stand der verkauften Tickets kommuniziert wurde und diese immer irgendwo im niedrigen zweistelligen Bereich dümpelte, kamen erste leichte Zweifel auf. Dennoch, es war eine Herzensangelegenheit und aufgeben gibt’s nicht in meinem Vokabular.

Am Stichtag schüttelte ich also dem Thees, seinem Manager und seinem Helfer (also dem Allemacher, Chauffeur, Drucker, Merch-Verkäufer, Flaschenöffner etc. pp.) die Hände. Und ja, ich war nervös. Sehr sogar. Jetzt, so im Nachhinein, kann ich es ja zugeben. Man organisiert ja auch nicht alle Tage Lesungen und erst noch mit persönlichen Idolen. Darum war ich auch unglaublich froh, dass die Hamburger Jungs so locker, geerdet drauf waren und es ganz lustig fanden, von so einem Amateur wie mir betreut zu werden. Und natürlich hilft eine Riesenflasche Sekt Backstage, sich etwas in Stimmung zu trinken. Und was ich so gar nicht bedacht habe: Dass man den Gast auf der Bühne ankündigen sollte. Was ich dann tat. Trotz Nervosität. Thees dankte es mir mit einer herzlichen Umarmung. Und, er war auch nervös. Sichtlich. Charmant. Jetzt erst nahm ich überhaupt das Publikum in der Raumbar war, vorher hatte ich mich ja gar nicht getraut, aufgrund des spärlichen Vorverkaufs. Und, welch Freude, die Raumbar war gut gefüllt. Weniger als erhofft aber viel mehr als befürchtet.

Zur Lesung? Wer nicht da war hat definitiv etwas verpasst. Ein Urteil das ich am Ende von Gästen hörte: Es hatte etwas improvisiert Frisches und Thees Uhlmann gab den Leuten das Gefühl, das er das Buch nur geschrieben hat, um an diesem Montag in der Raumbar auf der Bühne nur für Solothurn zu lesen. Er las, redete, las, erzählte, Anekdoten über Hamburg, Tomte, den FC St. Pauli, seine Mutter Uta und wie das Buch überhaupt zu Stande kam oder vielmehr fast nicht zu Stande kam. (Zehn Jahre brauchte er insgesamt, also der Vorschuss kam damals, vor drei Jahren hat er dann angefangen zu schreiben.) Die Lesung dauert viel länger als geplant, je mehr Wein desto redseliger wurde Thees, auch umso amüsanter.

Am Schluss des offiziellen Teils kam jeder der wollte, noch zu Foto oder Unterschrift von und mit Thees, inklusive einem kleinen persönlichen Quatsch (Übers Buch, den FC St. Pauli oder über Musik. Als kleiner Tipp, falls ihr Thees zufällig treffen solltet: Er redet gerne über die Cardigans, Oasis und seinen lieben Freunde Kettcar).

Mein persönliches Highlight war aber am Schluss das Tresenlesen im kleinen Kreis mit Thees, Niklas und Rainer, DJ Thees am Ipod und den eloquenten Barkeeper Taifun, der mit seinen Special Shots dem ganzen Abend noch mit einem Sahnehäubchen garniert hat.

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